Damit besteht Ferrari selbst im heißesten Rennen: Wärmemanagement von Schweizer Electronic.
Die Ausgangssituation.
Die Firma Infineon wurde von der Scuderia Ferrari damit betraut, eine spezielle Steuerung zu entwickeln, die auch unter extremer Beanspruchung zuverlässig funktioniert (hohe Wärmeleistung und Datenübertragungsraten von mehr als 10 MBit/s) – inklusive dazugehöriger Leiterplatte.
Die Herausforderung.
Die Situation in der Formel 1: hohe Wärmeleistung kombiniert mit vielen Bauteilen und dicht gepackten Baugruppen unter extremen Umweltbedingungen. Das führt dazu, dass die Ursache fast aller aufgetretenen elektronischen Systemausfälle fehlerhafte oder überbeanspruchte Platinen sind. Als Partner und Spezialist für Leiterplatten wurde Schweizer Electronic von Infineon mit ins Boot geholt.
Die Herangehensweise.
Bei Schweizer Electronic in Schramberg wurden zusammen mit den Ingenieuren von Infinieon und Ferrari die Ursachen analysiert: extreme Temperaturschocks und -wechsel. Durch unser Simulationstool zur Wärmeberechnung und das vorhandene Know-how konnte rasch eine integrierte Lösung für ein optimales Wärmemanagement gefunden werden.
Die Lösung.
Der Grundaufbau ist eine zwölflagige HDI-Schaltung, die im Inneren zwei Dickkupferinnenlagen zur Wärmeableitung besitzt. Über Thermo-Vias wird die Wärme zusätzlich abgeleitet. Dabei wurde die Leiterplatte so designt, dass sie sich formschlüssig mit dem Gehäuse verbindet. Einzelne Hot Spots auf der Leiterplatte werden vermieden. Auch die geforderte Datenübertragungsrate konnte problemlos realisiert werden. Aus der Zusammenarbeit entstand eine eigenständige Leiterplatten-Produktfamilie mit vier Grundtypen, die noch heute bei Ferrari im Einsatz sind.
Der Nutzen: Zuverlässigkeit unter extremsten Bedingungen.
Ferrari wurde Weltmeister. Wir meinen: auch mithilfe einer Leiterplatten-Lösung von Schweizer Electronic. Denn die hohe thermische Wärmeableitung dieser HDI-Leiterplatte kann Temperaturspitzen im Rennen leicht ausgleichen und ist äußerst zuverlässig. Und von diesen Erkenntnissen aus einem Extrembereich des Wärmemanagements profitieren natürlich alle unsere Leiterplatten.
Umfangreiche Informationen zu diesen und weiteren Lösungen finden Sie unter Rubrik „Technologien“
Auf einen Blick: Wärmemanagement für Ferrari.
| Aufbauart: | HDI-Leiterplatte mit zwölf Lagen |
| Basismaterial: | Standardmaterialien |
| Kupferdicke: | mehrere Dickkupferinnenlagen |
| Entwicklungszeit: | erste Lieferungen nach ca. drei Monaten |
